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Sozialpädagogen führen Lufar in die Unabhängigkeit

Das fiktive Land Lufar wünscht sich Unabhängigkeit von dem ausbeuterischen Malea. Aus dieser Ursprungssituation hat sich ein komplexer internationaler Konflikt entwickelt, der in eine Flüchtlingskrise mündete. Nun sind 500 000 Flüchtlinge in Nongi gestrandet und müssen versorgt werden.

Eine Situation, die zwar fiktiv und doch nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Sie gehört zum Planspiel h.e.l.p. der Kampagne „Humanitäre Schule“ und wurde von der zwölften Klasse der Fachoberschule Sozialpädagogik gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Dr. Butt durchgeführt. Organisiert wurde das Projekt auch durch die Schülerinnen Anne Rosinski und Sina Meyer, die zuvor an einem Vorbereitungsseminar in Einbeck gemeinsam mit vielen Vertreterinnen und Vertretern anderer niedersächsischer Schulen teilgenommen hatten.

Nun galt es, eine Lösung für den Konflikt zu finden. Hierfür wurden die Schülerinnen und Schüler den unterschiedlichen fiktiven Ländern zugeordnet. Außerdem wurden einige von ihnen zu Vertretern der Bundesrepublik Deutschland und der Vereinten Nationen sowie der Presse und dem Internationalen Roten Kreuz. Nach einer Findungsphase fanden die offiziellen Verhandlungen unter Führung der Vereinten Nationen statt. Aber auch untereinander konnten die Vertreter der Länder Absprachen treffen. Unterdessen nahm auch die bewusst staatenlos und unabhängig gehaltene Presse ihre Arbeit auf.

Am Ende des zweitägigen Projektes kam dann tatsächlich eine Lösung für den Konflikt zustande. Nach zähen Verhandlungen sowie durch große Kompromissbereitschaft aller Betroffener und Unterstützung konnte Lufar von Malea unabhängig werden und erste demokratische Strukturen entwickeln.

Klassenlehrerin Frau Dr. Butt zeigte sich begeistert von dem Enthusiasmus der Schülerinnen und Schüler, die hier über sich hinaus gewachsen seien. Sie hatten nicht nur viel Spaß bei dem Projekt, sondern zeigten auch außergewöhnliches Verhandlungsgeschick. Wie sehr die Schülerinnen und Schüler von der Thematik gefesselt waren, zeigte sich auch daran, dass sich ihre Gespräche auch nach dem Projekt noch viel um die gemeinsam geschaffene Lösung drehte.