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Erziehung zur Menschlichkeit

Auch drei Nienburger Schulen als "Humanitäre Schulen" auzeichnet

51 Schulen mit insgesamt 1500 Schülern beteiligten sich in diesem Schuljahr an der Kampagne "Humanitäre Schule", die vom Jugendrotkreuz (JRK) des DRK-Landesverbandes Niedersachsen entwickelt wurde. Aus Nienburg mit dabei waren die Albert-Schweitzer-Schule, das Marion-Dönhoff-Gymnasium und die Wirtschaftsschule Dr. P. Rahn. Gestern erhielten sie im Cinemaxx am Raschplatz in Hannover für ihren Einsatz im Rahmen einer Abschlussfeier das Zertifikat "Humanitäre Schule" vom JRK überreicht.

 

Rund 600 Teilnehmer kamen dafür nach Hannover, vor allem Schüler und Lehrkräfte, aber auch Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft. Auch die Vizepräsidentin des DRK-Bundesverbandes in Berlin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg war gekommen, um den Schülern ihren Dank auszusprechen: "Mit der Kampagne "Humanitäre Schule" wird das Ziel verfolgt, Solidarität zu üben, Schwächeren Hilfe zu geben. Das Vorurteil, die Jugend von heute sei für gesellschaftliche Vorgänge kaum zu begeistern, habt ihr alle hier in Niedersachsen ganz kräftig widerlegt." Dr. Stefan Porwol, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, würdigte die Leistung der Kampagne des Jugendrotkreuzes als einen wesentlichen Beitrag bei der Kampagne des Jugendrotkreuzes als einen wesentlichen Beitrag bei der Erziehung zur Mitmenschlichkeit.

Karin von Heimberg, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Niedersachsen und Initiatorin der Kampagne, lobte ebenfalls den Einsatz der Schüler. Um als "Humanitäre Schule" ausgezeichnet zu werden, mussten die Schüler zum einen am Planspiel h.e.l.p. teilnehmen, bei dem sie einen kriegerischen Konflikt in den fiktiven Regionen "Malea und Lufar" zu lösen hatten und dabei die Grundzüge des Humanitären Völkerrechts kennen lernten. Zum anderen mussten sie ein eigenes soziales Projekt auf die Beine stellen, das heute bei der Zertifikatübergabe kurz vorgestellt wurde. Sie hatten beispielsweise Sponsorenläufe oder andere Spendenaktionen für die Katastrophenopfer in Pakistan, Haiti und Japan organisiert oder für bedürftige und kranke Menschen in Deutschland. So unerstützten sie etwa die Jugendlichen der Einrichtung "Güldene Sonne", den Verein für krebskranke Kindr oder stellten gemeinsame Projekte mit Seniorenheimen, Kindergärten oder auch einer Schule für mehrfachbehinderte Kinder auf die Beine.

Zur Feier im Cinemaxx kam auch Claus Muchow, Bambi-Gewinner 2010 in der Kategorie  "Stille Helden". Er berichtete von seinen Auslandseinsätzen für das DRK in Katastrophengebieten wie in Pakistan, China oder Haiti.

Für Stimmung sorgte die Musikgruppe "Planet Emily" mit ihren Songs "Nummer 1", "Alte Zeiten" und "Vielen Dank".

Mittlerweile haben rund 7000 Schüler an der in diesem JAhr zum siebten Mal veranstalteten Kampagne "Humanitäre Schule" teilgenommen.