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Projekt h.e.l.p. - „Lufar“ durch Militärputsch gerettet

Die Schulen Rahn haben erneut das Planspiel „h.e.l.p.“ durchgeführt und tragen weiterhin den Titel „humanitäre Schule“. Das von Frau Dr. Andrea Butt und der zwölften Klasse der Sozialpädagogik durchgeführte Planspiel soll bei den Schülerinnen und Schülern durch das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven für mehr Toleranz, Kompromissbereitschaft und das Gefühl von gesellschaftlicher Verantwortung sorgen.

Das Planspiel handelt von einem internationalen Konflikt zwischen dem fiktiven Land Malea und seiner Provinz Lufar, der auch das Nachbarland Nongi mit einbezieht. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat zur Lösung dieses Konfliktes einen Unterausschuss gebildet, zu dem alle beteiligten Länder und Organisationen eingeladen sind. Auch Deutschland ist in den Konflikt eingebunden.

Nun waren die Schülerinnen und Schüler gefragt. Sie versetzten sich in die Situation von Delegierten, gestalteten ihre Rollen und diskutierten gemeinsam Lösungsmöglichkeiten in Konferenzen und Verhandlungen.

Darüber hinaus gab es in diesem Jahr eine hervorragende Arbeit des Teams aus Schülerinnen und Schülern, die die Presse in diesem Konflikt vertraten. Sie erstellten eine informative Zeitung für alle Beteiligten.

Am Ende entstand eine unkonventionelle Idee, den Konflikt zu lösen. Ein Militärputsch, der von außenstehenden Staaten unterstützt wurde, sollte die Unterdrückung der Provinz Lufar beenden, und so für Freiheit und Frieden in der Region sorgen.

„Manches war doch stark vereinfacht. Wir haben zwar eine gute Lösung gefunden, doch das lag unter anderem daran, dass wir uns schnell einig waren. Das ist vielleicht nicht ganz realistisch. Uns ist klar, dass reale internationale Krisen etwas komplizierter sind“, sagte Elisabeth Koslowski. Dennoch habe man viel gelernt und reflektiert. Auch tatsächliche internationale Konflikte erscheinen so in anderem Licht.

Corona bedingt gestalteten sich die Durchführung, vor allem aber auch die Vorbereitung, in diesem Jahr ein wenig anders. So konnten die Schülerinnen und Schüler, die die Organisation des Planspiels übernahmen, lediglich in einer digitalen Schulung auf das Projekt vorbereitet werden. Das Organisationsteam bestand aus Luna Dietrich, Lea Hollmann und Yunus Erkan. Sie fühlten sich auch durch die online Schulung trotzdem gut vorbereitet und waren mit der Durchführung des mehrtägigen Planspieles sehr zufrieden.